Das Bergbau Revier Johanngeorgenstadt, Erzgebirge, Sachsen, (D)
REVIER JOHANNGEORGENSTADT
Das Bergbau Revier Johanngeorgenstadt befindent sich grob zwischen dem Rabenberg im Norden, Oberjugel im Süden, Potucky (Breitenbach) CZ im Osten und Steinbach im Süden.
- ca. 1550 Beginn des Bergbau am Fastenberg (Eisenerze)
- ca. 1560 kam der Bergbau auf Zinn hinzu (im SW des Reviers “auf der Jugel”)
- 1651 Gründung des Eisenhammers Wittigsthal (durch Caspar Wittig)
- 1654 Gründung der Bergstadt Johanngeorgenstadt nach dem Zuzug zahlreicher, böhmischer Protestanten sie fanden Asyl in Sachsen. Die neu gegründete Bergstadt erhielt ihren Namen nach dem Gründer Kurfürst Johann Georg I.
- 1662 Gründung eines Bergamtes
- 1663 Anlage einer Zinnschmelzhütte
- 1664 der Silberbergbau gewinnt an Bedeutung
- 1665/69 Blaufarbenwerk (Farbmühle) in Unterjugel
- 1677 Anlage einer Schwefelhütte in Unterjugel
- 1680 bis 1700 werden in Johanngeorgenstadt ca. 100 Gruben auf Silber und Zinn betrieben
- 1682 erste Silberhütte in Unterjugel
- 1716 ist nach Unterlagen mit 2350 kg Silber das Jahr mit dem höchsten Ausbringen
- 1764 Gründung Vitriol-, Schwefel- und Arsenwerk der Gewerken Hoffnung
- 1767 Gründung einer Bergkasse
- 1784 Aufbau einer Bergschule zur Ausbildung von Steigern und Grubenbeamten
- 1789 entdeckte M.H. Klaproth in der Pechblende von Johanngeorgenstadt das Element Uran
- 1792 Beginn der Förderung von Wismut und Kobalt
- 1793 Bergamt Eibenstock wird dem Bergamt Johangeorgenstadt angegliedert
- 1796/97 Im Schwarzwassertal wie eine Revier Schmelzhütte errichtet
- 1806/12 Bau des Bergmagazins
- 1819 Beginn der Uranförderung zur Herstellung von Farbpigmenten
- 1838 Vereinigung von sieben Gruben zur Gewerkschaft Vereinigt Feld im Fastenberg
- 1846 Stilllegung des Schwefelwerks
- 1856 Auflösung des Bergamtes und der Bergschule in Johanngeorgenstadt
- 1890 Einführung des Sprengens mit Dynamit (Vereinigt Feld im Fastenberg)
- 1897 Abriss der Revierschmelzhütte
- 1897/99 Schmelzhüttenbetrieb in der Ziener-Mühle b.z.w. in der Gabe Gottes Wäsche
- 1904 Schrittweise Modernisierung der wichtigsten Gruben wie dem Schaarschacht (z.B. Turbinen & Elektrifizierung)
- 1912 Umstellung auf Druckluftbetrieb
- 1927 Förderung mit Elektrolokomotiven auf dem 3,5km langen Gnade Gottes Stolln
- 1945 Einstellung des Bergbaus auf Kobalt, Wismut, Nickel, Silber und Uran durch die Sachsenerz AG. Es wurde bis dahin eine Teufe von 350m erreicht.
- 1946 nach dem Ende des II. Weltkriegs Aufnahme des Uranbergbaus durch die SAG Wismut. Erschließung neuer Teilreviere, Aufbereitung der Uranerze und das Teufen zahlreicher Schächte führte zu einem letzten Bergbau”Boom” in Johanngeorgenstadt. Die SAG später SDAG Wismut beschäftigte bis zu 10.000 Arbeitskräfte im Bergbau von Johanngeorgenstadt.
- 1952 Grundsteinlegung zur Johanngeorgenstädter Neustadt nach dem beinahe Komplettabriss der Altstadt (wegen Bergschäden).
- 1961 Einstellung des Uranbergbaues durch die SDAG Wismut
- 1990 - .... Sanierung der Bergbaufolgen des Bergbaus der SAG / SDAG Wismut durch die Wismut GmbH
Ausbringen aus dem Revier Johanngeorgenstadt
Silber 106.253kg (1662 bis 1937)
Wismut / Kobalt 6545t (Bi-Co-Erze, 1792 bis 1937)
Uran 32t (1819 bis 1913)
3600t (1946 bis 1961)
Bild 1 - Kunstgraben Richtung Frisch Glück Stolln
Bild 2 - Zinnschmelzhütte
Bild 3 & 4 - Gasthof Farbmühle - ehemalige Gaststätte, in der Nähe befand sich eine Farbmühle (1665-1677) zur Herstellung von Kobaltblau - später königliche Silberhütte (1682-1718)
Bild 5 - Lochstein - Frisch Glück 11. Obere Maas
Bild 6 bis 11 - Fundamentreste der ehemaligen Hohneujahr Pochwäsche
Hohneujahr Pochwäsche:
- 1755 Entstehung der Hohneujahr Pochwäsche
- 1886 neues 6-stempeliges Naßpochwerk
- 1919 erhält die Pochwäsche einen 8PS Benzolmotor für wasserarme Zeiten
- 1931 Umbau zum Wohnhaus
- Mai 1955 Abriss durch die SDAG Wismut
Das Bergbau Revier Johanngeorgenstadt befindent sich grob zwischen dem Rabenberg im Norden, Oberjugel im Süden, Potucky (Breitenbach) CZ im Osten und Steinbach im Süden.
- ca. 1550 Beginn des Bergbau am Fastenberg (Eisenerze)
- ca. 1560 kam der Bergbau auf Zinn hinzu (im SW des Reviers “auf der Jugel”)
- 1651 Gründung des Eisenhammers Wittigsthal (durch Caspar Wittig)
- 1654 Gründung der Bergstadt Johanngeorgenstadt nach dem Zuzug zahlreicher, böhmischer Protestanten sie fanden Asyl in Sachsen. Die neu gegründete Bergstadt erhielt ihren Namen nach dem Gründer Kurfürst Johann Georg I.
- 1662 Gründung eines Bergamtes
- 1663 Anlage einer Zinnschmelzhütte
- 1664 der Silberbergbau gewinnt an Bedeutung
- 1665/69 Blaufarbenwerk (Farbmühle) in Unterjugel
- 1677 Anlage einer Schwefelhütte in Unterjugel
- 1680 bis 1700 werden in Johanngeorgenstadt ca. 100 Gruben auf Silber und Zinn betrieben
- 1682 erste Silberhütte in Unterjugel
- 1716 ist nach Unterlagen mit 2350 kg Silber das Jahr mit dem höchsten Ausbringen
- 1764 Gründung Vitriol-, Schwefel- und Arsenwerk der Gewerken Hoffnung
- 1767 Gründung einer Bergkasse
- 1784 Aufbau einer Bergschule zur Ausbildung von Steigern und Grubenbeamten
- 1789 entdeckte M.H. Klaproth in der Pechblende von Johanngeorgenstadt das Element Uran
- 1792 Beginn der Förderung von Wismut und Kobalt
- 1793 Bergamt Eibenstock wird dem Bergamt Johangeorgenstadt angegliedert
- 1796/97 Im Schwarzwassertal wie eine Revier Schmelzhütte errichtet
- 1806/12 Bau des Bergmagazins
- 1819 Beginn der Uranförderung zur Herstellung von Farbpigmenten
- 1838 Vereinigung von sieben Gruben zur Gewerkschaft Vereinigt Feld im Fastenberg
- 1846 Stilllegung des Schwefelwerks
- 1856 Auflösung des Bergamtes und der Bergschule in Johanngeorgenstadt
- 1890 Einführung des Sprengens mit Dynamit (Vereinigt Feld im Fastenberg)
- 1897 Abriss der Revierschmelzhütte
- 1897/99 Schmelzhüttenbetrieb in der Ziener-Mühle b.z.w. in der Gabe Gottes Wäsche
- 1904 Schrittweise Modernisierung der wichtigsten Gruben wie dem Schaarschacht (z.B. Turbinen & Elektrifizierung)
- 1912 Umstellung auf Druckluftbetrieb
- 1927 Förderung mit Elektrolokomotiven auf dem 3,5km langen Gnade Gottes Stolln
- 1945 Einstellung des Bergbaus auf Kobalt, Wismut, Nickel, Silber und Uran durch die Sachsenerz AG. Es wurde bis dahin eine Teufe von 350m erreicht.
- 1946 nach dem Ende des II. Weltkriegs Aufnahme des Uranbergbaus durch die SAG Wismut. Erschließung neuer Teilreviere, Aufbereitung der Uranerze und das Teufen zahlreicher Schächte führte zu einem letzten Bergbau”Boom” in Johanngeorgenstadt. Die SAG später SDAG Wismut beschäftigte bis zu 10.000 Arbeitskräfte im Bergbau von Johanngeorgenstadt.
- 1952 Grundsteinlegung zur Johanngeorgenstädter Neustadt nach dem beinahe Komplettabriss der Altstadt (wegen Bergschäden).
- 1961 Einstellung des Uranbergbaues durch die SDAG Wismut
- 1990 - .... Sanierung der Bergbaufolgen des Bergbaus der SAG / SDAG Wismut durch die Wismut GmbH
Ausbringen aus dem Revier Johanngeorgenstadt
Silber 106.253kg (1662 bis 1937)
Wismut / Kobalt 6545t (Bi-Co-Erze, 1792 bis 1937)
Uran 32t (1819 bis 1913)
3600t (1946 bis 1961)
Bild 1 - Kunstgraben Richtung Frisch Glück Stolln
Bild 2 - Zinnschmelzhütte
Bild 3 & 4 - Gasthof Farbmühle - ehemalige Gaststätte, in der Nähe befand sich eine Farbmühle (1665-1677) zur Herstellung von Kobaltblau - später königliche Silberhütte (1682-1718)
Bild 5 - Lochstein - Frisch Glück 11. Obere Maas
Bild 6 bis 11 - Fundamentreste der ehemaligen Hohneujahr Pochwäsche
Hohneujahr Pochwäsche:
- 1755 Entstehung der Hohneujahr Pochwäsche
- 1886 neues 6-stempeliges Naßpochwerk
- 1919 erhält die Pochwäsche einen 8PS Benzolmotor für wasserarme Zeiten
- 1931 Umbau zum Wohnhaus
- Mai 1955 Abriss durch die SDAG Wismut